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Der Weg zur Nachhaltigkeit  in Bezug auf das Haus bedeutet nichts weiter als Energiesparen und es ist ein wichtiges Thema mit Blick auf den Werterhalt, Umwelt und die Zukunft. Nachhaltigkeit gewinnt auch in der Immobilienbranche an Bedeutung. Zwischen 30 und 40 Prozent entfallen in Deutschland auf den gesamten Energieverbrauch beim Betrieb von Gebäuden. Bereits durch energieeffizientes Bauen könnte allerdings ein sehr großer Teil eingespart werden.

Heute möchte jeder Hauseigentümer, dass es bei einer Modernisierung wärmer und schöner wird – aber auf eine umweltfreundliche Weise. Jeder möchte Schimmelpilze und Schadstoffe vermeiden. Wer sein Haus heutzutage modernisiert, möchte dass sein Zuhause im Anschluss schöner und wärmer wird und zwar auf eine der umweltfreundliche Art und Weise. Gesund möchte man im Haus bleiben, denn schließlich hat jeder schon viel über Schadstoffe, Schimmelpilz und Allergien gehört und gelesen. Und Energieeinsparen soll auch gewährleistet sein, da steigt kletternde Preise für Gas, Strom und Heizöl die Kosten nach oben treiben. Das alles kann kombiniert werden und  zwar vernünftig und bezahlbar.

Materialien

Es gibt schier eine unüberschaubare Auswahl an Materialien um die Wände zu streichen oder um ein Zimmer zu renovieren. In diesem Material-Dschungel ist es nicht immer einfach, das Richtige zu finden. Wer das Wachstum von Algen oder Schimmelpilzen verhindern möchte, der sollte darauf achten, dass im Material keine Biozide (wasserlösliche Gifte) stecken, die der Regen beispielsweise dann aus der Fassade wäscht. Nach einigen Jahren wäre dann das Biozid zwar aus Anstrich und Putz verschwunden, dafür wären sie aber im Boden oder im Oberflächenwasser. Niemand möchte dann im Garten Gemüse oder Kräuter anpflanzen. Daher sollte man auf jeden Fall für außen oder innen zu mineralischen Kalkfarben, Putz und Anstrichen für eine Renovierung greifen.

Es bleibt also immer die Frage, was ist wo drin und eine Volldeklaration wäre für den Kunden transparent. Daher ist es auch ratsam ruhig mal beispielsweise „Isothiazolinome“ vor dem Kauf eines Materials zu googeln. Denn dann würde man herausfinden, dass es ein oft eingesetztes Biozid ist.

Fachleute bemühen sich bereits seit vielen Jahren die Materialien und Produkte einzuordnen und entsprechend zu analysieren. Nicht alleine nur die Schadstoffe sind es, die bei Nachhaltigkeit zählen. Auch der Lebenszyklus des Baumaterials beeinflusst die Ökobilanz ganz entscheidend. So kommt es bei Materialien auch auf den Primär-Energie-Inhalt (PEI) an. Er zeigt, wie viel Energie zum Beispiel in Holzfaserplatten steckt und das vom Produktionsweg Wald bis zur Baustelle. Der Primär-Energie-Inhalt variiert je nach Herstellung und je nach Transportweg. Trocknet der Hersteller die feucht geformten Holzmassen mit üblichem Strom, verschlechtert sich der Wert. Entstammt der Strom aus einer Turbine aus dem Flussbett, verbessert sich der PEI. Wie man sieht, können so auch während der Herstellung schon Schadstoffe entstehen. Bei einer Tonne Aluminium fallen in etwas 1,5 Tonnen an Rotschlamm (Abfallprodukt) an. Deshalb sollte Aluminium sorgfältig und bedacht genutzt und Alu-Verpackungen immer zum Wertstoffhof gebracht werden, damit Rotschlamm wieder verwertet werden kann – beispielsweise für die Herstellung von Keramik.

 

Posted by on Juni 27th, 2016 at 15:34


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